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Bahnstation
Das sind Hannovers verbotene Orte

(Von Isabel Rollenhagen) Ob tief unter der Erde, in luftiger Höhe oder hinter mehreren Metern dickem Beton: In Hannover gibt es unzählige Orte, die der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. In unserer neuen Serie "Hannover in 360°" nehmen wir Sie mit auf eine Reise zu diesen Orten – und zeigen sie Ihnen in 360-Grad-Fotos. So können Sie selbst Ihren Blickwinkel wählen, um Hannovers verbotene Orte genauer in Augenschein zu nehmen. 

Die Geister-Bahn-Station

Am Hauptbahnhof Hannover gibt es eine unterirdische Stadtbahnstation – soweit, so bekannt. Ganz korrekt ist das jedoch nicht. Denn genau genommen hat der zentrale Knotenpunkt in der City sogar zwei U-Bahnstationen. Während die eine am hinteren Ausgang des Bahnhofs in täglichem Betrieb ist, liegt die andere wie ausgestorben da. Sie wurde nie in Betrieb genommen, nicht einmal Gleise wurden verlegt. Und dennoch liegt die riesige Halle unter der Erde da, als ob sie nur darauf warten würde, belebt zu werden.Das wird aller Wahrscheinlichkeit nach jedoch nicht mehr geschehen. Die Rohbaustation wurde im Zuge der Tunnelbauarbeiten ab 1969 mitgebaut, um sie für spätere Zeiten zu nutzen. Damals war angedacht, dass die D-Strecke (Linie 10) hier eine Station erhält. Dieser Plan ist jedoch schon vor geraumer Zeit verworfen worden. Die Baugrube der Station am Hauptbahnhof war 16 Meter tief – nur die Bahnstation am Kröpcke war mit 18 Metern tiefer. Der Rohbau hat atemberaubende Ausmaße: er ist 22 Meter breit und stolze 300 Meter lang. Rund 40.000 Kubikmeter Stahlbeton wurden verbaut – und liegen nun ungenutzt unter der Erde.

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Den Anblick des Heizkraftwerks in Linden, aufgrund seiner drei rauchenden Schlote die "Drei warmen Brüder" genannt, kennt wohl jeder Hannoveraner. Weniger bekannt ist, wie die riesige Anlage von innen aussieht.