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"Four Last Things": Schräger Sündenfall
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Endboss "Four Last Things": Schräger Sündenfall

Der Indie-Titel "Four Last Things" schickt Spieler im Point-and-Click-Stil in alte Gemälde, um darin die sieben Todsünden zu begehen. Finanziert wurde das ungewöhnliche Projekt von den Spielern selbst – durch Crowdfunding. Besonders unterhaltsam ist der schräge Monty-Python-Humor.

Ein Gemälde im Gemälde: Der Protagonist von "Four Last Things" lässt sich malen.

Quelle: Joe Richardson

Schon das Ziel des schräghumorigen Indie-Titels „Four Last Things“ (ab 16 Jahre, für PC und Mac) ist absurd. Als einfacher Bürger im Flandern des 16. Jahrhunderts muss man die sieben Todsünden begehen. Hochmut, Geiz, Wollust, Jähzorn, Völlerei, Neid und Faulheit – immer, wenn einer dieser Frevel abgearbeitet ist, ploppt eine Animation auf: Das Gemälde „Die sieben Todsünden“ des holländischen Künstlers Hieronimus Bosch erscheint, dreht sich bis zur entsprechenden Sünde, und der Spieler wird gelobt: „Sie haben ‚Neid‘ erledigt.“

Überhaupt spielt die gesamte Geschichte in animierten Klassiker-Kunstwerken der Renaissance, durch die man sich per Point-and-Click-Prinzip durchtasten muss. Einzige Hilfe ist dabei ein Archiv mit Gegenständen, die man schon eingesammelt hat – und die man bald wieder brauchen könnte, um dem nächsten Trunkenbold oder Gaukler eine Information abzuluchsen.

Durch Crowdfunding finanziert, wirkt „Four Last Things“ dabei wie eine Hommage an den Spieleklassiker „Monkey Island“ gemixt mit Monthy-Python-Humor – inklusive abgedrehter Metawitze und herrlicher Detailverliebtheit.

Von Ansgar Nehls 

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