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VW-Chef Müller: „Habe mir nichts vorzuwerfen“
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Ermittlungen der Staatsanwaltschaft VW-Chef Müller: „Habe mir nichts vorzuwerfen“

VW-Konzernchef Matthias Müller hat den Verdacht der Marktmanipulation an der Börse im Zusammenhang mit der Dieselaffäre persönlich zurückgewiesen. „Wir sind überzeugt, dass wir alle kapitalmarktrechtlichen Publizitätspflichten ordnungsgemäß und verantwortungsvoll erfüllt haben“, sagte Müller dem „Handelsblatt“.

Volkswagen-Chef Matthias Müller wünscht sich ein schnelles Ende der Ermittlungen gegen ihn: Diese würden nur Unsicherheit in den Konzern bringen.
 

Quelle: dpa

Wolfsburg. VW-Chef Müller betonte, er werde alles tun, den Sachverhalt aufzuklären. „Ich habe mir persönlich nichts vorzuwerfen.“ Müller ist auch Vorstandsmitglied der Porsche SE. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen ihn und zwei weitere Vorstände der börsennotierten Holding der Familien Porsche und Piëch. Die beiden Familien haben darin ihre Beteiligung am VW-Konzern gebündelt. Nach dem Bekanntwerden der Dieselaffäre war der Aktienkurs der Porsche SE genauso abgestürzt wie bei Volkswagen. Die Staatsanwälte prüfen, ob der Porsche-Vorstand zu spät über die Affäre informiert hat. 

Müller wünschte sich ein schnelles Ende der Ermittlungen. „Da entsteht immer aufs Neue ein Stück Unsicherheit für alle hier im Unternehmen“, sagte er. Volkswagen dürfe sich bei seinen eigentlichen Aufgaben nicht ablenken lassen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hatte bereits im Februar ein Verfahren gestartet.

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Auch gegen VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch sowie Müllers Vorgänger an der VW-Spitze, Martin Winterkorn, leiteten die Stuttgarter Ermittler Untersuchungen ein. „Anlass hierfür war eine Strafanzeige der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) von Sommer 2016“, hieß es aus der Behörde.  

2015 hatten Behörden in den USA aufgedeckt, dass Volkswagen Stickoxid-Werte von Dieselfahrzeugen manipulierte. Weltweit waren schließlich Millionen Autos von „Dieselgate“ betroffen, Europas größter Autokonzern stürzte in eine tiefe Krise.

Von RND/dpa

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