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Apple verspricht grüne iPhones
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Rohstoff-Recycling Apple verspricht grüne iPhones

Apple hat ein äußerst ehrgeiziges Umweltziel verkündet: „Eines Tages wollen wir auf Rohstoffe aus dem Bergbau verzichten“, schreibt das Unternehmen in seinem neuen Umweltbericht. Statt aus Minen sollen die Rohstoffe für Smartphones und Computer aus dem Recycling kommen.

Apple-Mitarbeiter bei der Produktion von iMacs.

Quelle: dpa

Cupertino. Im Moment liegt dieses Ziel allerdings noch in weiter Ferne, räumt das Unternehmen ein. „Wir machen jetzt etwas, das wir selten tun: Wir kündigen ein Ziel an, ohne dass wir wissen, wie wir es erreichen können“, sagte die Umwelt-Verantwortliche Lisa Jackson.

Zurzeit nutzt Apple in seinen iPhones nur Zinn aus Altgeräten. Außerdem wird in einem Pilotprojekt Aluminium aus alten iPhones in neuen Computern wiederverwendet. Smartphones und Computer bestehen allerdings aus einigen Dutzend weiteren Metallen sowie aus Glas und Kunststoff. Insgesamt gesehen ist der Anteil von recyceltem Material in Apple-Geräten also noch kaum nennenswert. Konkrete Zahlen nennt das Unternehmen nicht.

In Zukunft will Apple weitere Metalle aus Recycling-Quellen verwenden. In den nächsten Jahren stehen vor allem Kobalt für Akkus, Aluminium für Gehäuse und Zinn für Hauptplatinen im Fokus.

Da Apple in seinen Rechenzentren Strom aus erneuerbaren Quellen verwendet, gilt das Unternehmen als Öko-Vorreiter. Doch Umweltschützer kritisieren auch, dass iPhones nur schwer zu reparieren sind. Diese Vorwürfe will Apple offenbar entkräften: Falls die Geräte irgendwann tatsächlich aus recyceltem Material bestehen, wäre eine kurze Nutzungsdauer weniger problematisch für die Umwelt. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg.

cwo

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