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Velberaner Ruderer Malte Engelbracht startet bei der Junioren-EM
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Rudern Velberaner Ruderer Malte Engelbracht startet bei der Junioren-EM

Der 18-Jährige ist der einzige Hannoveraner im Aufgebot des Deutschen Ruder-Verbandes. Der Gymnasiast will bei den Wettkämpfen in Krefeld eine Medaille gewinnen.

Der Velberaner Malte Engelbracht bereitet sich auf dem Kanal in Ahlem auf die Europameisterschaft vor.

Quelle: Wehrbein

Velber. Drei Mann sind neu in diesem erfolgreichen Boot, allein Malte Engelbracht aus Velber ist schon im vergangenen Jahr dabei gewesen. Für Deutschland hat er im Junioren-Doppelvierer Silber bei der EM und der WM gewonnen. Da kann sich der 18-Jährige vom Deutschen Ruderclub von 1884 aus Hannover mit einiger Berechtigung Routinier nennen. Am Sonnabend ist er auf dem Elfrather See in Krefeld erneut bei der Junioren-Europameisterschaft am Start, die entscheidenden Läufe stehen auf dem Programm. „Ich hoffe, dass wir die Erfolge wiederholen können, eine Medaille ist auf jeden Fall ein Ziel“, sagt der Gymnasiast der Humboldt-Schule – er ist der einzige Hannoveraner im 49-köpfigen DRV-Aufgebot.

Einziger Hannoveraner im Aufgebot des DRV

Für die Wettkämpfe haben insgesamt 31 Nationen gemeldet, 580 Athleten werden in die Boote steigen – das ist ein Rekordergebnis. „Die Konkurrenz ist groß und stark“, sagt Christian Held, Sport-Vorstand des DRC Hannover. Im Doppelvierer sind 17 Kontrahenten dabei, darunter die Tschechen, die zuletzt beide Titel gewannen. „Auch in deren Boot ist aber nur einer aus 2016 übrig geblieben, die Karten werden folglich ganz neu gemischt“, bekräftigt Held.

Wie sich Engelbracht mit Til Hildebrandt vom Bremer Ruderclub Hansa, Tassilo Müller vom Ruderklub am Baldeneysee und Franz Werner vom Pirnaer Ruderverein 1872 schlägt, bleibt also abzuwarten. Wegen wichtiger schulischer Verpflichtungen ist dem Quartett nur sehr wenig gemeinsame Trainingszeit geblieben. Immerhin reichte es zuletzt für ein verlängertes Wochenende auf dem Kanal in Ahlem.

Technik ist die große Stärke des 18-jährigen Bugmanns

Inzwischen ist Engelbracht 18 Jahre alt, hat an Kraft und Gewicht zugelegt. Bei 1,88 Meter wiegt er 76 Kilogramm. „Dennoch ist Malte ein Leichter unter den Ruder-Schwergewichten, er hat nicht die typische Statur. Das kann ein Nachteil sein“, sagt Held. „Doch das macht er durch Technik wett, Malte rudert nach wie vor gut.“

Bei den sogenannten Frühtests im April gab es vier bessere Skuller, mit ihnen wurden für diese EM der Einer sowie der Doppelzweier (mit Ersatzmann) bestückt. In einem Vierer-Rennen gegen ebendiese Crew unterlagen Bugmann Engelbracht – er richtet jeweils das Boot aus und ist dafür zuständig, dass es geradeaus fährt – und seine Mitstreiter nur um einen Wimpernschlag, wie Held berichtet. „Man muss ehrlich sagen, dass in diesem Vierer nicht die besten Skuller des DRV sitzen, wenngleich es ein starkes Team zu sein scheint. Es ist eben auch ein Test im Hinblick auf die WM im Juli“, kommentiert Held.

Engelbracht jedenfalls geht die Regatta recht gelassen an, ihm ist nicht zuletzt der Spaß an seinem Sport sehr wichtig. Gleichwohl will er sich bei der nächsten Rangliste verbessern, um sich womöglich für ein kleineres Boot zu qualifizieren, wenn die WM in Litauen ansteht. Und wenn Malte Engelbracht zur nächsten Saison in die U 23 wechselt, will er weiter erfolgreich sein. „Weiter will ich noch nicht planen, ich lasse das auf mich zukommen.“

Von Stefan Dinse

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