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Neue Figur zieht in die „Sesamstraße“ ein
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Autistisches Mädchen Julia Neue Figur zieht in die „Sesamstraße“ ein

Eine neue Freundin für Krümelmonster und Co.: In der US-Version der „Sesamstraße“ ist im April zum ersten Mal Julia zu sehen. Das Besondere and dem kleinen Mädchen mit den orangenen Haaren: Sie ist Autistin.

Julia (r.) soll Kindern die Krankheit Autismus erklären.

Quelle: SESAME WORKSHOP

Washington. Julia, die neue Figur in der „Sesamstraße“, ist vier Jahre alt, hat orangene Haare, einen Kuschelhasen und Autismus – eine psychische Erkrankung mit Symptomen wie Verhaltens- oder Sprachauffälligkeiten.

Vorerst nur in den USA

Julia ist in der amerikanischen „Sesamstraße“ die Nachbarin von Figuren wie dem Kekse-über-alles-liebenden Krümelmonster, die seit fast 50 Jahren auf dem Bildschirm zu sehen sind. Online gibt es bereits Material über und Videos mit Julia zu sehen, zum Beispiel, wie sie „Sunny Days“ singt. Julias Puppenspielerin ist Stacey Gordon, deren Sohn Autismus hat.

Die Autorin der „Meet Julia“-Folge, Christine M. Ferraro, sagte in einem BBC-Bericht, sie fände es gut, wenn Julia nicht als „das Kind der Sesamstraße mit Autismus“ wahrgenommen werde. „Mir würde gefallen, wenn sie einfach Julia ist.“ Die Folge wird in den USA am 10. April ausgestrahlt. Im deutschen Fernsehen wird Julia voraussichtlich nicht zu sehen sein, teilte der NDR am Montag auf Anfrage mit.

Vielfalt der Gesellschaft thematisieren

Zum Konzept der Kindersendung, die von Sendern in 34 Ländern koproduziert wird, gehörten auch landestypische Figuren, die nur regional zu sehen seien - wie in Deutschland Finchen und Wolle. Julia gehört in den USA zum „regionalen Cast“. Ein Einsatz in Deutschland sei daher zunächst nicht geplant. Sollten die Produktionen mit Julia den internationalen Partnern zur Verfügung gestellt werden, könnten die entsprechenden Clips dem NDR zufolge aber synchronisiert und auch Teil der deutschen „Sesamstraße“ werden.

Die Vielfalt der Gesellschaft werde in der vom NDR produzierten „Sesamstraße“ aber auch jetzt schon thematisiert. In verschiedenen Reihen und Beiträgen gehe es etwa um das Leben mit einer Behinderung oder um religiöse und ethnische Vielfalt, sagte NDR-Redakteur Holger Hermesmeyer.

Von RND/dpa

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