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Niedersachsen verliert dramatisch an Einwohnern
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Demografischer Wandel Niedersachsen verliert dramatisch an Einwohnern

Niedersachsen steht vor einem tiefgreifenden demografischen Wandel. Bis 2030 wird die Bevölkerungszahl laut dem Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie um mehr als 500.000 sinken. Vor allem der Harz und Salzgitter sollen betroffen sein.

Südniedersachsen ist besonders betroffen: Tiftlingerode kämpfte unter anderem mit Prämien für neue Kinder gegen den Einwohnerschwund.

Quelle: Stefan Rampfel

Hannover. Statt wie derzeit knapp 8 Millionen soll dann nur noch 7,44 Millionen Menschen in Niedersachsen wohnen. Das ist ein Rückgang um knapp 7 Prozent. Grund für die Entwicklung, um die es unter anderem auch beim Antrittsbesuch von Bundespräsident Joachim Gauck am Donnerstag in Niedersachsen geht, ist vor allem das zunehmende Geburtendefizit.

Betroffen sind besonders der Harz und der Solling, aber auch andere Regionen im südlichen und östlichen Niedersachsen. Die Kreise Osterode, Goslar und Northeim verlieren voraussichtlich rund 25 Prozent ihrer Bevölkerung. Im Kreis Holzminden soll der Verlust gut 20, in Helmstedt fast 27 und in Salzgitter sogar knapp 29 Prozent betragen.

Insgesamt wird sich laut der Rechnung der Anteil der unter 20-Jährigen an der Gesamtbevölkerung von gegenwärtig gut 20 Prozent auf unter 17 Prozent verringern. Der Anteil der über 65-Jährigen wächst - auch wegen der weiter steigenden Lebenserwartung - von gut 20 auf etwa 29 Prozent. Das Durchschnittsalter der Niedersachsen wird sich weiter erhöhen: Nachdem es seit 2003 um 1,5 Jahre auf 43 Jahre gestiegen ist, dürfte es bis 2030 auf knapp 48 Jahren klettern. Dabei wird der schon jetzt überalterte Harz auch künftig bei den über 65-Jährigen ganz weit vorne liegen. Ihr Anteil wird 2030 im Kreis Osterode 36,8 und im Kreis Goslar voraussichtlich 38,2 Prozent betragen. Nur im Kreis Lüchow-Dannenberg (39,3 Prozent) werden verhältnismäßig noch mehr Rentner leben.

dpa

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