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Frau bleibt nach Angriff in Psychiatrie
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Landgericht Göttingen Frau bleibt nach Angriff in Psychiatrie

Entscheidung vor den Landgericht Göttingen: Nachdem eine 42-Jährige nach einer Messerattacke auf ihren Ehemann für schuldunfähig erklärt wurde, muss die Frau aus Hann. Münden weiter in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht bleiben.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Eine 42 Jahre alte Frau aus Hann. Münden, die im vergangenen November ihren Ehemann durch drei Messerstiche in den Hals lebensgefährlich verletzt hatte, muss weiter in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht bleiben. Das hat am Freitag das Landgericht Göttingen entschieden.

Die 42-Jährige musste sich dort wegen versuchten Totschlags verantworten. Der Prozess endete mit einem Freispruch, weil sie aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung schuldunfähig gewesen war. Aufgrund ihrer Erkrankung stelle sie weiterhin eine Gefahr für die Allgemeinheit dar, sagte der Vorsitzende Richter Tobias Jakubetz. Deshalb müsse sie weiter im niedersächsischen Maßregelvollzugszentrum in Moringen bleiben.

Das Ganze sei eine Familientragödie, sagte Jakubetz. Die 42-Jährige habe mit ihrem Ehemann und zwei Kindern ein glückliches Familienleben geführt. Vor zwei Jahren habe die Idylle erste Risse bekommen. Die Frau litt unter dem Burn-out-Syndrom, musste deshalb eine Kur machen. Ihr Ehemann hält weiter zu ihr, hofft, dass sie bald wieder gesund wird. „Ich verspreche euch, dass ich mir größte Mühe gebe, wieder gesund zu werden, damit wir wieder eine Familie sein können“, sagte die 42-Jährige unter Tränen.

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