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Sind die Schulwege für behinderte Schüler zu lang?
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Protest gegen Schulgrenzen Sind die Schulwege für behinderte Schüler zu lang?

Die Region will die Bezirke anders aufteilen, um die Förderschulen besser auszulasten. Demzufolge können Eltern geistig behinderter Kinder aus Hemmingen und Gehrden künftig nicht mehr die Selma-Lagerlöf-Schule in Ronnenberg anwählen, sondern nur die Janus-Korczak-Schule in Springe. Dagegen laufen Eltern Sturm.

Quelle: Andi Weiland (Gesellschaftsbilder.de)

Hannover. Nach der Debatte um die neuen Grundschulbezirke in Hannover droht jetzt im Umland ein neuer Streit um Grenzen. Dieses Mal geht es um die Förderschulen. Die Region will die Bezirke anders aufteilen, um die Förderschulen besser auszulasten. „Eine andere Möglichkeit gibt es nicht, um Schülerströme zu lenken“, sagte Bernward Schlossarek (CDU) am Donnerstag im Schulausschuss der Region.

Eltern von geistig behinderten Kindern aus Hemmingen und Gehrden sollen künftig nicht mehr die Selma-Lagerlöf-Schule in Ronnenberg anwählen, sondern die Janus-Korczak-Schule in Springe. Dagegen laufen Eltern Sturm. Man dürfe den geistig behinderten Kindern nicht überlange Schulwege zumuten, sagte auch Christiane Wichmann (AfD). „Das ist Sparen auf dem Rücken der Schwächsten.“ Uwe Specht, Fachbereichsleiter Schule bei der Region, betonte, dass nur ein Schulweg von jeweils 30 bis 45 Minuten zugemutet werde. Betroffen sein würden nur neu anzumeldende Schüler, zudem seien auf Antrag Ausnahmen für Geschwister möglich.

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