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Plattenläden feiern am Sonnabend das Vinyl
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Record Store Day Plattenläden feiern am Sonnabend das Vinyl

Streaming-Diensten und Download-Portalen im Internet zum Trotz erobert die gute alte Schallplatte immer weiter das Herz der Musikfans. Seit nunmehr zehn Jahren gibt es sogar einen eigenen Feiertag für die Liebhaber des schwarzen oder manchmal auch farbigen Vinyls.

Zeit, das sich was dreht: Im Plattenladen 25 Music bereitet man sich auf den Record Store Day vor

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. Am Sonnabend feiern auch Hannovers Plattenläden wieder den Record Store Day mit dem Verkauf von nur für diesen Tag gepressten Sonderveröffentlichungen.

Bei 25 Music an der Lister Meile herrscht schon seit Donnerstag Hochbetrieb: „Wir haben so viele Bestellungen zum Record Store Day bekommen, wie noch nie“, sagt Ralph Bochmann. Ob darunter auch der bestimmt heiß begehrte Live-Mittschnitt eines Konzerts von David Bowie aus dem Jahr 1974 ist, das bislang noch nie käuflich zu erwerben war, ist noch nicht klar.

„Wir sind immer noch mit dem Auspacken beschäftigt“, sagt der Plattenladenbesitzer. Pünktlich um 10 Uhr öffnen die Mitarbeiter von 25 Music am Sonnabend die Türen und dann beginnt das Wühlen in den Kisten mit den raren Platten.

Ab 14 Uhr, wenn der größte Ansturm vorbei ist, ist in dem Geschäft die deutsche Indie-Band Kyles Tolone zu Gast, die ein paar Songs aus ihrem demnächst erscheinenden Debüt-Album zum Besten geben werden.

Auch bei Monster Records in der Brühlstraße wird der Record Store Day gefeiert - allerdings eine Nummer kleiner. „Ich habe nur die Platten von kleineren und mittleren Firmen bei mir, denn die großen Labels wie Sony und andere treiben an diesem Tag die Preise in die Höhe“, sagt Besitzer Sven Jürgens.

Der Einkaufspreis für eine Single der Ska-Band Madness lag beispielsweise bei 19,70 Euro. „Wer bezahlt das denn für nur zwei Songs“, sagt der Plattenverkäufer. Beim Rockers in der Weckenstraße in Linden ignoriert man den Record Store Day dagegen komplett.

„Die ursprüngliche Idee, kleinen Läden durch einen besonderen Tag zu unterstützen, ist inzwischen umgekippt, sodass jetzt nur noch große Firmen verdienen“, sagt Inhaber Christoph Stadtmüller.

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