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Hannoveraner wollen keine Sackabfuhr mehr
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"Zwei Systeme sind zu teuer" Hannoveraner wollen keine Sackabfuhr mehr

Als erste politische Gruppierung überhaupt hat jetzt die Fraktion der Hannoveraner in der Regionsversammlung ein Ende der im früheren Landkreis praktizierten Restmüllabfuhr in Säcken verlangt.

Hannover. Der Abfallzweckverband Aha solle angewiesen werden, bis Ende 2018 die Voraussetzungen für eine einheitliche Tonnenabfuhr beim Restmüll zu schaffen, schreiben die am rechten Rand des politischen Spektrums angesiedelten Hannoveraner.

Der Fraktionsvorsitzende Jens Böning bezieht sich in der Antragsbegründung auf Angaben von Aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz. Dieser hatte die Zusatzkosten für zwei parallele Müllsysteme in der Region auf 1,5 Millionen Euro pro Jahr beziffert. „Außerdem entscheiden sich auch im Umland immer mehr Menschen für die Tonnenabfuhr“, sagt Böning.

Die Abschaffung der Sackabfuhr wurde auch schon in einem Bürgergutachten zur Müllpolitik gefordert, das die Regionsverwaltung vor zwei Jahren mit erheblichem Aufwand, unter wissenschaftlicher Begleitung und intensiver Öffentlichkeitsarbeit anfertigen ließ. Das Werk der Bürger, das einen Katalog von mehreren Maßnahmen beinhaltete, wurde nach Fertigstellung von der Regionspolitik mit einem der umfangreichsten Fragekataloge ihrer Geschichte torpediert. Am Ende verschwand es rechtzeitig vor den Kommunalwahlen in den Schubladen und ruht seitdem dort still vor sich hin. Umgesetzt aus dem Gutachten ist nichts.

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