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Haftstrafe für Angriff auf Finanzbeamte
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Amtsgericht Hannover Haftstrafe für Angriff auf Finanzbeamte

Fünf Monate auf Bewährung, ein Anti-Aggressionskurs und 100 Sozialstunden - das blüht dem Steuerschuldner, der zwei Mitarbeiter vom Finanzamt und einen Vollziehungsbeamten angegriffen hat. Auf ihn wartet noch ein weiteres Verfahren wegen Steuerhinterziehung.

Hannover. Der 29-jährige Steuerschuldner, der bei einer Durchsuchungsaktion zwei Mitarbeiter des Finanzamts und einen Vollziehungsbeamten angegriffen hat, ist gestern vom Amtsgericht Hannover zu einer Bewährungsstrafe von fünf Monaten verurteilt worden. Außerdem muss Dennis G., so entschied Richterin Alena Fischer, 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit ableisten sowie einen Anti-Aggressionskurs absolvieren. Angeklagt war G. wegen Vollstreckungsvereitelung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung.

Wie sich im Prozess herauskristallisierte, war der 29-Jährige offenbar als Strohmann für eine im Schrotthandel tätige Bande tätig. Weil G. schließlich für Geschäfte haftbar gemacht wurde, deren Gewinne nur zu einem Bruchteil bei ihm landeten, häufte er Steuerschulden von mehr als einer Million Euro an. Deshalb wartet auf ihn noch ein weiteres Verfahren wegen Steuerhinterziehung.

Verurteilt wurde der Angeklagte im aktuellen Prozess, weil er im April 2016 Mitarbeiter des Finanzamts angegangen war. Diese hatten im Handschuhfach eines vor seinem Haus parkenden BMW ein Geldbündel mit 500- und 50-Euro-Scheinen entdeckt. Als sie die Situation per Handykamera festhalten wollten, stürmte G. heran, schubste einen der Beamten beiseite, drohte ihm Schläge an und entriss ihm Geld und Handy. Dann löschte er die just aufgenommenen Fotos und übergab die Banknoten einer Frau - offenbar seiner Schwester -, die damit verschwand. Der BMW gehörte G. nicht; allerdings mochte er auch nicht verraten, wessen Geld denn nun im Handschuhfach lag.

miz

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