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Altar der St.-Petri-Kirche ist ein Puzzle
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Uetze Altar der St.-Petri-Kirche ist ein Puzzle

Der Altar in der Hänigser St.-Petri-Kirche ist nach den Worten von Pastor Steffen Lahmann etwas Besonderes. "Weil er aus mehreren Altären zusammengesetzt ist", sagt der Geistliche.

Pastor Steffen Lahmann zeigt die Apostelfiguren des Hänigser Altars, sie gehörten ursprünglich zu zwei anderen Altären.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Hänigsen. 27 Hänigser Bürger haben 1663 den Altar gestiftet, auf dem die Kreuzigung Jesu dargestellt ist. Er war ursprünglich das Mittelstück eines gotischen Flügelaltars. In welcher Kirche dieser einmal gestanden hatte, ist unbekannt. "Es ist ein Jammer, dass man nicht weiß, woher er stammt", klagt der Heimatbundvorsitzende Peter Brandes.

Links und rechts des Gekreuzigten, der nach den Evangelien zusammen mit zwei Räubern ans Kreuz geschlagen wurde, stehen im Vordergrund des Altarbildes die Figuren der Apostel Paulus, Philippus, Bartholomäus, Matthias, Johannes und Andreas. "Die Apostelfiguren stammen von zwei anderen mittelalterlichen Altären", sagt Pastor Lahmann. Er macht das daran fest, dass Bartholomäus und Matthias zwei Zentimeter größer sind als die vier anderen Apostel.

Dass nur sechs geschnitzte Apostelfiguren den Altar schmücken, liegt wahrscheinlich daran, dass die Seitenteile fehlen. Ein Hinweis darauf, dass der Altar ursprünglich dreiteilig - also ein Triptychon - war, sind die Angeln am Rahmen des Altarbilds, in die man Seitenteile hängen könnte. "Es ist jedoch nicht belegt, ob die Seitenflügel je in der St.-Petri-Kirche hingen", sagt Lahmann.

Als Ersatz für die fehlenden Flügel hat die Kirchengemeinde 1976 an der Rückwand des Altarraums eine Petrus- und eine Paulus-Figur angebracht. "Sie sind in St. Ulrich in den Dolomiten aus Pinienholz geschnitzt worden", berichtet Brandes. Der damalige Hänigser Pastor Günter Moehrs habe den weitgehend kahlen Altarraum optisch aufwerten wollen.

Auf der Rückseite des Altars sind die 27 Stifter aufgeführt. Hinter ihrem Namen ist der Betrag vermerkt, den sie gespendet haben. "Es sind zum Teil Familien, die heute noch hier leben", weiß Lahmann.

Die Paulus- und die Petrus-Figur an der Wand des Altarraums sollen die fehlenden Seitenflügel des Altars ersetzen.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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