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Dollberger fordert Schutz vor Verkehrslärm
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Uetze Dollberger fordert Schutz vor Verkehrslärm

Der Dollberger Jens Lützner hat die Gemeinde Uetze aufgefordert, die Verkehrssicherheit auf der Bahnhofstraße in Dollbergen zu erhöhen. Zudem soll sie bis August 2017 dafür sorgen, dass der Lärmpegel im Bereich der mittleren Bahnhofstraße sinkt.

Die Bahnhofstraße ist Dollbergens Hauptdurchgangsstraße.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Dollbergen. Laut Lützner hat sich die Situation für die Anwohner der mittleren Bahnhofstraße seit dem Bau der neuen Ortseingangsstraße verschlechtert. In seinem offenen Brief an Bürgermeister Werner Backeberg, die Ortsbürgermeisterin Tove Knebusch und den Regionsabgeordneten Jürgen Buchholz holt Lützner zu einem Rundumschlag aus.

Seiner Ansicht nach hat die geänderte Verkehrsführung - die Fahrzeuge auf der neuen Straße haben Vorfahrt - dazu, dass "eine Überquerung dieser Straße für ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Einschränkungen extrem gefährlich" ist. Zur Gefährdung trage auch bei, dass die Fahrzeuge auf der Einfallstraße schneller fahren dürften als zuvor auf dem Pröbenweg, wo Tempo 30 galt, gibt Lutzner zu bedenken.

Kritik übt der Anlieger der Bahnhofstraße auch am Lärmschutzwall, der die neue Straße vom Pröbenweg und dem dortigen Wohngebiet trennt. Die Lärmbelastung für die Anwohner der mittleren Bahnhofstraße sei größer geworden, weil die Verkehrsgeräusche vom neuen Lärmschutzwall reflektiert würden. Bereits 2015, vor dessen Bau, habe er diese Folgen "prognostiziert", leider seien sie in der Zwischenzeit eingetreten.

Lützner verweist darauf, dass Gerichte anerkannt hätten, dass Lärmbelastung krank mache. "Darüber hinaus werden uns massive Wertminderungen der Häuser zugemutet", klagt der Dollberger. Daher fordert er für sich und seine Nachbarn eine Reduzierung der Einheitswerte der Gebäude oder eine Minderung der Grundsteuer.

Darüber hinaus will Lützner seit dem Bau der Ortseingangsstraße eine Zunahme des Schwerlastverkehrs zu und von den Gewerbebetrieben Groka und Deyerling und des Pendlerverkehrs zum und vom Bahnhof beobachtet haben.

"Auch wenn ich Ihre Einschätzung hinsichtlich der Zunahme der Verkehrsbelastung im Zusammenhang mit der geänderten Vorfahrtsregelung nicht teile, werden wir eine erneute Verkehrs- und Geschwindigkeitsmessung auf der Bahnhofstraße vornehmen", hat Backeberg dem Dollberger geantwortet. Auf Basis der gewonnenen Daten werde die Verwaltung über verkehrsbehördliche Anordnungen entscheiden. "Für eine Reduzierung der Grundsteuerbelastung gibt es weder eine Rechtsgrundlage noch eine objektive Notwendigkeit", schreibt Backeberg.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller und Anette Wulf-Dettmer

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