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Zahl der Straftaten 2016 deutlich gestiegen
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Sehnde Zahl der Straftaten 2016 deutlich gestiegen

Die Zahl der Straftaten war 2016 in Sehnde so hoch wie seit acht Jahren nicht mehr. Das betrifft fast alle Kriminalitätsbereiche, vor allem Rohheitsdelikte. Nur die Wohnungseinbrüche nahmen ab. Das geht aus der jetzt vorgelegten Statistik des Polizeikommissariats Lehrte hervor.

Rohheitsdelikte, zu denen Körperverletzung, Raub und Bedrohung gehören, haben im vergangenen Jahr um fast 70 Prozent zugenommen.

Quelle: HAZ-Grafik: Llorens

Sehnde. Fast 1500 Delikte sind im vergangenen Jahr in Sehnde begangen worden. Fast ein Drittel machen Diebstähle aus, zu denen auch Einbrüche gehören. Diese wurden jedoch vermehrt in Gewerbeobjekten begangen. Nach einer Festnahme hat es jedoch seit Jahresbeginn keinen derartigen Fall mehr gegeben. Die Wohnungseinbrüche gingen 2016 gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel auf 40 zurück.

Um fast 70 Prozent zugenommen haben dagegen Rohheitsdelikte, zu denen Körperverletzung, Raub und Bedrohung gehören. Insgesamt registrierte die Polizei 350 Fälle, davon 283 Körperverletzungen. Allein 64 Fälle von häuslicher Gewalt wurden angezeigt. Nach Einschätzung von Martina Thöne, Leiterin des Kriminal- und Ermittlungsdienstes beim Lehrter Kommissariat, könnte das mit der guten Zusammenarbeit und Vernetzung im Präventionsbereich zwischen der Stadt, der Polizei und Hilfeeinrichtungen wie AWO und BISS" (Bildung durch Sprache und Schrift an der KGS) zusammenhängen. Offenbar würden mehr Übergriffe angezeigt als früher.

Sachbeschädigungen hatte es 2015 deutlich weniger gegeben als in den Jahren zuvor. 2016 sind sie wieder gestiegen, liegen aber immer noch unter dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre. Laut Ulrich Bode, Leiter des Lehrter Kommissariats, handelt es sich dabei oft um Delikte "rund um die Schützenfeste". Dazu gehörten der eingetretene Zaun ebenso wie das umgeknickte Verkehrsschild.

Geradezu dramatisch angestiegen sind Straftaten im Zusammenhang mit Cannabis, sie haben sich fast verdoppelt. Bode vermutet, dass eine "Sensibilisierung der Mitarbeiter des Klinikums Wahrendorff und des Gefängnisses" durch die Polizei zu vermehrten Meldungen von Drogendelikten geführt hat.

Zufrieden ist die Polizei mit der Aufklärungsquote: Sie konnte mehr als zwei Drittel der Straftäter ermitteln. Das liegt nicht nur drei Prozentpunkte über der Quote für die Nachbarstadt Lehrte, sondern auch über dem Landesdurchschnitt.

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