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Hund Sammy sagt Danke bei seinen Rettern
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Sehnde Hund Sammy sagt Danke bei seinen Rettern

Auch wenn die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus Sehnde ihren Dienst nicht um des Dankes willen verrichten: Über einen solchen freuen sie sich natürlich trotzdem sehr. Besonders, wenn dabei klar wird, das eine Rettung wirklich erfolgreich war.

Birgit Stenzel sagt mit ihrem Sammy Dankeschön bei den Rettern der Feuerwehr Bilm.n

Quelle: Feuerwehr Sehnde

Wassel. Anfang April war dies der Fall: Der von Mitgliedern der Ortsfeuerwehren Wassel und Bilm und der Feuerwehr Sehnde aus einem Entwässerungsrohr gerettete Hund Sammy klapperte mit Frauchen Birgit Stenzel die Türen aller beteiligter drei Feuerwehren ab. Damit war für die Feuerwehrleute schnell ersichtlich: Die im Einsatzbericht formulierte Hoffnung "Das Tier schien den Unglücksfall ohne Verletzungen gut überstanden zu haben", hatte sich tatsächlich bewahrheitet.

"Bis auf zwei Tage mörderische Muskelschmerzen und eine leichte Erkältung ist gottseidank alles gut gegangen", sagt Sammys Herrchen Christoph Roth. Es sei ihnen ein tiefes Bedürfnis gewesen, nicht nur persönlich danke zu sagen, sondern dafür zu sorgen, dass die Retter "auch das eine oder andere Bier auf unseren Sammy trinken können", sagt er scherzend. Jeweils 100 Euro haben die Feuerwehrfördervereine von Roth erhalten: "Die haben immer Bedarf."

Christoph Roth erinnert sich an den Unglücksabend des 23. Februar: "Ich war mit dem Hund am Kanal unterwegs und auf einmal war er weg." Er habe gerufen und gepfiffen und hörte ihn auch irgendwann dumpf bellen. "Aber zu sehen war Sammy nicht", sagt Roth.

Er sei dem Bellen gefolgt und dann habe die zwei Augen gesehen, die ihn aus dem Drainagerohr anblickten. Alle Versuche, den Mischlingshund selbst aus dem Drainagerohr mit nur 30 Zentimetern Durchmesser zu bergen, scheiterten: "Er war inzwischen etwa zwei Meter tief hinein gerutscht. Ich habe versucht, das Rohr mit den Händen auszugraben, aber das funktionierte natürlich nicht", erinnert sich Roth. Zehn Minuten - für Roth "gefühlte Stunden"- nachdem er die Telefonnummer 112 gewählt hatte, waren die Retter mit 28 Einsatzkräften der Feuerwehren Wassel und Bilm sowie der Tauchergruppe aus Sehnde vor Ort. Nach dem Versuch, das Rohr auszugraben, habe der Einsatzleiter die Idee gehabt, eine Leine als Lasso zu verwenden, um Sammy damit aus seiner misslichen Lage zu befreien: "Das war dann nur eine Sache von Minuten."

Bei aller Freude über die Rettung seines Hundes stößt Roth eines jedoch sauer auf: "Das Entwässerungsrohr war gerade einmal zweieinhalb Meter neben dem Weg. Im Sommer toben da auch Kinder. Da hätte wer weiß was passieren können." Auch wenn er Sammy dort an der Leine geführt hätte - wie es laut Aussage der von ihm kontaktierten Nebenstelle des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Pflicht sei, wäre dieser in das Rohr gerutscht. "Und hätte sich dabei womöglich noch erwürgt", meint Roth. Eine Karte, in der die Rohre verzeichnet sind, gebe es nicht. Immerhin sei am folgenden Tag der marode Holzdeckel, der seit Jahren ein großes Betonrohr direkt in der Nachbarschaft sicherte, gegen eine Schachtabdeckung aus Beton ausgetauscht worden.

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Von Sandra Köhler

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