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Ronnenberg Vom Spielplatz zum Arbeitsplatz

Tolle Auszeichnung für Gerd Baumert: Die Region Hannover ehrte den Feuerwehrmann für seine 30-jährige Zeit als Ausbilder. Seit 1987 leitet er die Ausbildung in der Region, beziehungsweise im früheren Landkreis Hannover, und bringt den Feuerwehrleuten den richtigen Umgang mit Atemschutzgeräten bei.

Gerd Baumert ist seit 30 Jahren Ausbilder für Atemschutzgeräte - ein solches Gerät trägt er hier auf der Schulter.

Quelle: Stephan Hartung

Empelde. Außer dem Atemschutz gibt es noch die Spezialgebiete Sprechfunk, Truppmann und Maschinist, auch diese Regionsausbilder wurden jetzt wie Baumert in Burgdorf geehrt.

Viermal pro Jahr finden Lehrgänge unter der Regie von Baumert statt, außerdem gibt es Prüfungen zur Erbringung des Leistungsnachweises. „Dabei müssen die Kameraden beispielsweise auch beweisen, dass sie körperlich in der Lage sind, ein Atemschutzgerät zu tragen“, sagt Baumert und zeigt auf seine Ausrüstung, die sich im Feuerwehrgerätehaus in Empelde befindet – auch bei der Ortsfeuerwehr kümmert er sich um den Atemschutz und bietet Lehrgänge an.

Allein das Atemschutzgerät wiegt 17 Kilogramm. „Hinzu kommt dann noch eine spezielle Jacke mit einem Sicherheitsgurt-System. Da ist man schnell bei 30 Kilogramm – und ist noch nicht gelaufen und Treppen gestiegen, wie es bei einem Einsatz nötig ist“, betont Baumert und fügt hinzu, „dass man dann auch noch einen Schlauch in der Hand hat – und richtig warm kann es dann auch noch werden“. Ohnehin sei die gesamte Ausrüstung in den vergangenen Jahren immer schwerer geworden, auch der Spezialhelm wiegt mehr als zu früheren Zeiten, sagt Gerd Baumert.

Die Tätigkeit für die Region und die Ortsfeuerwehr Empelde erledigt der 53-Jährige ehrenamtlich. Was macht Baumert also beruflich? Sein Arbeitgeber ist die Region Hannover und dort ist er, solche Zufälle gibt es eben, im Feuerwehrwesen im Einsatz. In der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) der Region in Ronnenberg überprüft er Fahrzeuge, Gerätschaften, Pumpen, Leiter und Schläuche.

Ein Leben also für die Feuerwehr? Baumert lacht. „Im Grunde ist mir das ja in die Wiege gelegt worden.“ Sein Vater war Hausmeister in der FTZ, folglich erhielt dieser eine Dienstwohnung an der Zentrale. „Und für uns Kinder war das natürlich super. Wir konnten auf dem großen Gelände spielen und rumtoben, durften hin und wieder auch mal die Autos angucken“, erinnert sich Gerd Baumert an offenbar prägende Jahre. Irgendwann wurde für ihn als junger Mann eine Stelle beim FTZ frei – da er bereits zu diesem Zeitpunkt als ehrenamtlicher Ausbilder war, passte eins zum anderen.

Seine eigene Feuerwehr-Laufbahn begann Gerd Baumert als 15-Jähriger in der Ortsfeuerwehr Ronnenberg, zwei Jahre später folgte die Aufnahme in die Aktivenabteilung. In Ronnenberg wuchs der gebürtige Hannoveraner auf, mittlerweile wohnt er in Empelde. Und dort schätzt man, genau wie die Region Hannover, sein Engagement für die Feuerwehr.

Von Stephan Hartung

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