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"Charlotte hatte Geduld mit uns"
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Ronnenberg "Charlotte hatte Geduld mit uns"

Jetzt können sie endlich Fahrrad fahren. Acht Frauen aus Ronnenberg, Empelde, Weetzen und Wettbergen haben einen Kurs erfolgreich beendet, den mehrere Kooperationspartner gemeinsam angeboten hatten. Die Frauen waren als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen.

Die Teilnehmer freuen sich mit allen Beteiligten über ihre Urkunden.

Quelle: Stephan Hartung

Empelde. Als nach der Übergabe der Urkunden die offizielle Zeremonie beendet war und das Buffet eröffnet wurde, durften sie sich stärken - und das hatten sie sich auch verdient. Denn am Vormittag hatten die Teilnehmerinnen gemeinsam mit Kursleiterin Charlotte Niebuhr noch eine Fahrradtour unternommen und dabei den Benther Berg bezwungen. Anschließend ging es zurück nach Empelde zur Abschlussfeier in die Jugendwerkstatt Roter Faden.

Niebuhr ist Radfahrlehrerin beim Regionsverband Hannover des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC). Zehn Tage lang hat sie die Frauen jeweils zwei Stunden pro Tag unterrichtet. Außer dem ADFC und der Jugendwerkstatt beteiligten sich an dem Projekt auch der TuS Empelde, das Frauenzentrum Ronnenberg-Empelde sowie der Landessportbund Niedersachsen. Die Ortsfeuerwehr Empelde stellte ihr Gelände zur Verfügung, hier konnten die Frauen gefahrlos üben - auf Lernfahrrädern des ADFC.

"Es hat Spaß gemacht. Charlotte hatte aber auch viel Geduld mit uns", sagte Cigdem Ince mit einem Augenzwinkern. Und Rajasegaran Kesuki erinnert sich daran, "dass wir auch mal vom Fahrrad gefallen sind, aber daraus lernt man ja wie ein Kind". Auch Niebuhr, die zusammen mit Ronnenbergs Bürgermeisterin Stephanie Harms die Urkunden und Erinnerungsfotos aus der Kurszeit übergab, zeigte sich zufrieden. "Die Frauen waren sehr motiviert und haben viel dafür getan, dass sie jetzt Fahrradfahren können."

Und außer Urkunden und Fotos gab es noch eine weitere Überraschung für die Frauen. In Kürze erhalten sie ein eigenes Fahrrad - aus der Werkstatt des Weetzeners Gerd-Volker Weiden vom "Arbeitskreis Willkommen". Der ehrenamtliche Helfer repariert gebrauchte Fahrräder, die dann Flüchtlinge erhalten.

Dieses künftige Eigentum sei wichtig und müsse genutzt werden, sagte die Trainerin. "Ihr dürft das Fahrradfahren nicht verlernen, daher solltet ihr zwei bis drei Mal die Woche üben", appellierte Niebuhr an die Teilnehmer. Für die Zukunft könnte sie sich vorstellen, einen Folgekurs anzubieten. "Denn die Verkehrsregeln haben wir nicht behandelt, das wäre sonst innerhalb der zwei Wochen zu viel geworden. Dies alles müsste man noch vertiefen, auch wenn viele Teilnehmer auch Auto fahren und daher bereits Erfahrungen haben."

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Von Stephan Hartung

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