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Mit dem Regenschirm durch den Goldenen Sonntag
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Neustadt Mit dem Regenschirm durch den Goldenen Sonntag

Grau statt golden, Regenschirm statt Sonnenbrille – die Organisatoren und Besucher des Goldenen Sonntags gestern hätten es sich gewiss anders gewünscht. Doch viele Neustädter ließen sich schließlich vom schlechten Wetter die Lust am Schlendern und Einkaufen nicht verderben.

Grau statt golden: Nach verhaltenem Start zieht es die Besucher zum Goldenen Sonntag in die Neustädter Innenstadt.

Quelle: Nadine Kirst

Neustadt. Nach einem verhaltenen Start füllten sich Innenstadt und Gewerbegebiet Ost am Nachmittag zusehends.
Das Kasperle hat es bei seinem ersten Auftritt noch schwer. Nur wenige Kinder stehen vor dem kleinen Theater auf dem Sparkassen-Vorplatz, die Kapuzen weit ins Gesicht gezogen. Dicht an dicht sitzen die Jungen und Mädchen beim Stockbrotbacken der Pfadfinder hinter dem Parkplatz an der Straße Zwischen den Brücken. Sie wärmen sich am Feuer, das wegen dem Regen ordentlich qualmt, und halten ihr Stockbrot hinein. „Es dürften mehr Besucher sein“, sagt Gruppenleiterin Mirjam Deringer. „Vielleicht wird es ja noch besser.“ Ulrich Balzer, Inhaber des Fischladens Stünkel und Moitje an der Windmühlenstraße, teilt diese Hoffnung nicht. „Das ist der schlechteste Goldene Sonntag für uns bisher“, sagt er enttäuscht. „Wer heute draußen steht, hat’s schwer.“ Am anderen Ende der Straße ist die Stimmung besser: Maggie Rusyniak bietet in ihrem Geschäft KlaMotte Kinderbekleidung an. „Ich habe gut gelaunte Kunden erlebt“, sagt sie zufrieden. Anke Lawrenz verkauft im Laden Escape die ersten Sandalen, während es draußen regnet. „Wir haben gut zu tun“, sagt die Geschäftsinhaberin.

Langsam füllt sich die Innenstadt. Die Crazy Horns machen Stimmung an der Marktstraße, finden ihr Publikum, bekommen viel Applaus. Vladimiro Petrucci begrüßt die nächsten Fahrgäste am Kirchplatz, wo die Autoschau aufgebaut ist. Mit seinem Steinhude-Express befördert Petrucci die Besucher kostenlos durch die Stadt. „Es läuft ganz gut“, sagt er, während sich der Wagen hinter ihm füllt. „Wir sind schon eine Runde durch die Stadt gelaufen“, sagt Eni Konrad aus Neustadt und schiebt ihren Jüngsten in die Bahn. „Nachher wollen wir noch auf den Rummel.“ Heiner Plinke von der Gemeinschaft für Wirtschaftsförderung freut sich über so viel Durchhaltevermögen der Kunden. „Natürlich macht ein Bummel bei Frühlingswetter mehr Freude“, räumt er ein. „Ich finde es toll von den Leuten, dass sie trotzdem kommen. Das ist ja auch ein Stückweit Anerkennung für Kaufleute und Gewerbetreibende in der Stadt.“

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