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Wand bei Bahnbrücke wird mit Graffiti gestaltet
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Laatzen Wand bei Bahnbrücke wird mit Graffiti gestaltet

Noch ist es eine lange, hohe, graue Wand östlich der Hildesheimer Straße, doch schon im Sommer könnte das Stück bis zur Bahnbrücke über der Erich-Panitz-Straße mit Graffiti verziert werden. Die Region hat einer entsprechende Anfrage der Stadt Laatzen zugestimmt, so wie von der Ortspolitik gewünscht.

"Bilder mit Bezug zu Laatzen": Die etwa 200 Meter lange Stützmauer entlang der Hildesheimer Straße bis zur Bahnbrücke soll ähnlich wie seinerzeit die Grand-Quevilly-Passage von einer Gruppe Graffiti-Künstler gestaltet werden.

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen. Die Gruppe SPD, Grüne und Linke hatte Anfang April im Ortsrat für mehr legale Graffitiflächen in Laatzen geworben und konkret die etwa 200 Meter lange Begrenzungmauer zwischen dem Computergeschäft Notbooksbilliger und der Bahnbrücke zur Freigabe vorgeschlagen. Einzelne Schriftzüge, sogenannte Tags, tauchen dort seit Langem immer wieder auf. Mit der Freigabe werde nicht nur Rechtssicherheit und ein Treffpunkt für junger Künstlerinnen und Künstler geschaffen, schrieb Gerd Apportin (Grüne) in dem gemeinsamen Antrag. Auch sei zu erwarten, dass interessante Kunstwerke entstünden und Graffiti seltener illegal aufgesprüht würden.

Der Ortsfraktionsvorsitzende der CDU David Novak war von dem Vorschlag nicht ganz so begeistert und warb alternativ für eine Begrünung der Wand. Diese gibt es bereits stellenweise im nördlichen Abschnitt der Wand.

Nicht zuletzt unter dem Eindruck des Hinweises von Stadtbaurat Axel Grüning, wonach die Wand für Unterhaltungsmaßnahen "alle paar Jahre" freizulegen ist, um mögliche Schäden zu entdecken und zu beheben, stimmte der Ortsrat mehrheitlich für die angestrebte Graffiti-Gestaltung.

Ähnlich wie vor einem Jahr bei der Grand Quevilly-Passage, als Graffiti- und Street-Art-Künstler im Auftrag der Stadt und mit Unterstütztung der Jugendkreativschule Jukus die Tunnelwände gestalten, soll auch nun wieder Künstlern gesucht und das nötige Material von der Stadt gestellt werden. Die Graffiti-Bilder sollen nach Auskunft der Stadt einen Bezug zu Laatzen haben.

Wie Stadtsprecherin Eleni Mourmouri am Donnerstag erklärte, liegt inzwischen nicht nur die Zustimmung der Region für die Graffitigestaltung der Wand vor, auch habe es in dieser Woche das erste Vorgespräch mit Künstlern gegeben. „Erste Entwürfe werden dem Ortsrat in der nächsten Sitzung vorgestellt", erklärte die Stadtsprecherin: "Angestrebt ist, dass die Arbeiten im Sommer durchgeführt werden können."

In Laatzen gibt es neben der Grand-Quevilly-Passage derzeit noch zwei weitere legale Fläche für Grafittigestaltung: am Brückenpfeiler der Marktstraße gegenüber der Polizeiwache, und unterhalb der Bundesstraße 443 in Rethen. Die Stadt gab die dortigen Brückenpfeiler im Juni 2010 offiziell für Sprayer frei. Jugendpflege, Stadt und Polizei verbuchten die Graffitilegalisierung seinerzeit als Erfolg.

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Von Astrid Köhler

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