Menü
Ominöses Betonrohr verzögert Bauarbeiten
Klein Mittel Groß

Gleidingen Ominöses Betonrohr verzögert Bauarbeiten

Eine Baugrube ohne weitere Bautätigkeit – noch dazu ein absolutes Halteverbot auf der Straße – sorgt seit fast zwei Wochen für Verdruss bei den Anwohnern des Gleidinger Osterbrinks. Der Grund für den Baustopp soll ein der Firma bisher unbekanntes und in Plänen nicht verzeichnetes Betonrohr sein.

Ein 30-Zentimeter-Betonrohr mit unbekanntem Inhalt verzögert die Leitungsarbeiten am Gleidinger Osterbrink.

Quelle: Torsten Lippelt

Gleidingen. Seit dem 5. April gilt das absolute Halteverbot in dem Baustellenabschnitt des Gleidinger Osterbrinks, doch bis auf einen kleinen Lochaushub ist dort noch nichts passiert. Anlieger ärgern sich über die eingeschränkten Parkmöglichkeit und die vermeintliche Untätigkeit.

Doch die Avacon hat als Auftraggeber für die Bauarbeiten eine Erklärung dafür. „Nachdem die Baustelle eingerichtet worden ist und man mit den Bohrungen angefangen hat, sind die Bauarbeiter auf ein 300er Betonrohr gestoßen, das auf keinem der Pläne eingetragen ist“, erklärt der Avacon-Komunalreferent Harald Schliestedt. Im Auftrag seines Unternehmens soll die Leitungsbaufirma Kuhlmann mittels sogenannter Vertikalbohrungen unter Straße und Fußweg Leitungswege für das Glasfasernetz von Vodafone verlegen. Das nun gefundene Rohr mit 30 Zentimeter Durchmesser wolle niemand einfach anbohren. „Es könnte ja ein unter Druck stehendes Wasserrohr sein“, so Schliestedt.

Auch die befragten Anlieger hätten keine weiterführenden Informationen geben können, weshalb sich Avacon nun mit der Stadt Laatzen kurzschließen wolle. Von dieser erhoffe sich das Unternehmen genauere Auskünfte zu erhalten. Erst danach solle über das weitere Vorgehen entschieden werden, so Schliestedt. Ziel sei es weiterhin, die Bauarbeiten wie geplant bis Ende Mai abzuschließen.

Die Anwohner werden sich noch etwas in Geduld üben müssen. „Bis Freitagmittag ist man seitens der Avacon diesbezüglich noch nicht an die Stadtverwaltung herangetreten“, sagte Stadtsprecherin Eleni Mourmouri auf Anfrage. Kurzfristig ist nicht abzusehen, worum es sich bei dem Betonrohr handelt und wann die Arbeiten weitergehen. Das Park- und absolute Halteverbot wird in Anbetracht dessen am Osterbrink wohl vorerst weiter gelten.

Fotostrecke Laatzen: Ominöses Betonrohr verzögert Bauarbeiten

Zur Bildergalerie

Von Torsten Lippelt

E-Mail facebook twitter google+WhatsApp
Voriger Artikel: Container auf Kompostplatz verärgern Bürger
Home
Nächster Artikel: Zeitdokumente beschreiben Wiederaufbau der Kirchen