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König von Grasdorf würde Hundekot entfernen
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Grasdorf König von Grasdorf würde Hundekot entfernen

42 Kinder haben von Montag bis Donnerstag im Rahmen einer Aktion der Jugendpflege Grasdorf erkundet. Dabei haben sie unter anderem Spielplätze getestet, tolle und blöde Orte bestimmt, Anwohner befragt und die Geschwindigkeit von Autofahrern gemessen.

Am Donnerstagnachmittag haben Jugendpfleger Tobias Gronemann und sein Team die Ergebnisse der Stadtteilerkundung in der Grundschule Grasdorf präsentiert.

Quelle: (Mehrere Werte) Stephanie Zerm

Grasdorf. Neun Spielplätze und zwei Bolzplätze in Laatzen haben die Sechs- bis Zwölfjährigen bei der Ortsteilerkundung unter die Lupe genommen. Dabei bewerteten die Kinder unter anderem die Spielmöglichkeiten und die Sauberkeit. Am besten schnitt dabei der Spielplatz an der Wilhelm-Hauff-Straße in Rethen ab. Besonders positiv fanden die Kinder dort das Klettergerüst. Zu bemängeln gab es gar nichts.

Auf den zweiten Platz kam der Spielplatz im Heidfeld in Laatzen-Mitte. "Dort gibt es verschiedene Spielmöglichkeiten und man kann gut die Gegend erkunden", begründeten die Kinder ihre Bewertung. Negativ fielen dort allerdings die Ringe auf, die aus Sicht der Kinder zu sehr wackeln. Auf den dritten Platz wählten die Jungen und Mädchen den Spielplatz der Albert-Einstein-Schule, weil man dort gut klettern und Pirat spielen kann. Zu bemängeln gab es aber auch etwas: Das Schlaufenkletterseil ist aus Sicht der Kinder zu niedrig.

Auf Platz vier kam der Spielplatz an der Alten Schützenwiese, auf Platz fünf der am Kiebitzweg und auf Platz sechs der Spielplatz am Rodelberg. Die Plätze sieben und acht belegten die Spielplätze der Grundschule Grasdorf und am Bussardweg. Am schlechtesten schnitt mit dem neunten Platz der Spielplatz am Potthof ab. Negativ bewerteten die Kinder die herumliegenden Bierflaschen und die wenigen Spielmöglichkeiten.

Auf dem Bolzplatz am Heidfeld liegt aus Sicht der Kinder zuviel Hundekot, der Bolzplatz an der Eduard-Möricke-Straße dagegen habe einen schlechten Belag, der besser durch Rasen ersetzt werden sollte.

Für jeden der getesteten Spielplätze machten die Kinder auch Verbesserungsvorschläge. Für den am schlechtesten bewerteten Spielplatz am Bussardweg wünschten sie sich etwa eine zusätzliche Schaukel, Spielgeräte für größere Kinder und eine Wippe.

Bürgermeister Jürgen Köhne, der selber als kleines Kind in Grasdorf gewohnt hat, versprach den Jungen und Mädchen bei der Präsentation der Ergebnisse am Donnerstagnachmittag in der Grundschule, ihre Verbesserungsvorschläge an die zuständige Abteilung in der Verwaltung weiterzugeben. Kaputte Geräte sollten zudem repariert und verdreckte Spielplätze gereinigt werden. "Ihr habt gut hingeguckt und gute Arbeit geleistet", lobte er die Kinder und ermutigte sie, sich weiter um ihren Stadtteil zu kümmern.

Grundschule ist toll, Hildesheimer Straße blöd

Als "tolle Orte" benannten die Jungen und Mädchen die Grundschule, den Aussichtsturm in der Masch, das AquaLaatzium, die Leinemasch, den Markant-Markt, den Nabu, den Bauernhof Ostmeyer, den Spielplatz der Martinsschule und die Leinebrücke. 

"Blöde Orte" sind für die Kinder der Park neben dem Krankenhaus, der immer sehr dreckig sei, die vielbefahrene Hildesheimer Straße und die Alkoholiker Klinik am Rethener Kirchweg, vor deren Bewohnern die Kinder oft Angst haben. Aber auch die Kioske am Krankenhaus und am Neuen Schlag schnitten wegen des dortigen Alkohol- und Nikotingenusses der Besucher in der Bewertung der Kinder nicht gut ab.

Das Gaspedal ist "zu leicht"

Am Donnerstagvormittag haben die Kinder gemeinsam mit der Polizei von 10.20 bis 11.30 Uhr Autos auf der Straße Am Kamp gezählt und in der Tempo-30-Zone eine Geschwindigkeitsmessung durchgeführt. Von den 135 Autos und zwei Lastwagen und Bussen, die in Richtung Steinfeld fuhren, waren sieben zu schnell unterwegs. Die höchste gemessene Geschwindigkeit war 49 Kilometer die Stunde. Dafür lieferten die Autofahrer laut Jugendpflege teilweise abenteuerliche Begründungen. Einige waren unbeabsichtigt zu schnell gefahren, andere wussten es nicht oder hatten das 30-er-Schild übersehen. Andere hatten kranke Eltern oder empfanden das Gaspedal als "zu leicht".

Die gestoppten Autofahrer erhielten von den Jungen und Mädchen ein "Kinderknöllchen", in dem sie diese darum baten insbesondere vor Schulen, Kitas und anderen Kindereinrichtungen langsamer zu fahren.

Die meisten leben gern in Grasdorf

Im Rahmen der Ortsteilerkundung haben die Jungen und Mädchen auch zahlreiche Grasdorfer dazu befragt, was ihnen an ihrem Ortsteil gefällt und was sie verbessern würden, wenn sie "König von Gasdorf" wären. Dabei antworteten die meisten Grasdorfer, dass sie gerne im Ortsteil wohnen und nichts zu bemängeln haben. Vor allem die Nähe zur Leinemasch, das ländliche Flair, die gute Stadtbahnanbindung und die Nähe zur Landeshauptstadt bewerteten die meisten Grasdorfer positiv.

Nicht so gut gefielen einigen der Befragten, dass überall Hundehaufen herumliegen. Daher antworteten einige auch auf die Frage, was sie tun würden, wenn sie "König von Grasdorf" wären, dass sie dann den Hundekot wegmachen würden. Die meisten der Befragten würden jedoch auch als König nichts an ihrem Grasdorf ändern.

Fotostrecke Laatzen: König von Grasdorf würde Hundekot entfernen

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Von Stephanie Zerm

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