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Nach Busunfall: An Schulen kehrt Ruhe ein
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Großburgwedel Nach Busunfall: An Schulen kehrt Ruhe ein

Der Unfall auf dem Busbahnhof in Großburgwedel bleibt das Gesprächsthema, auch wenn an den betroffenen Schulen langsam wieder Ruhe einkehrt. Die Hilfsangebote bleiben aber bestehen.

Bei dem Busunfall war unter anderem ein Wartehäuschen zerstört worden.

Quelle: Frank Walter

Großburgwedel. "Der Unfall bewegt uns die ganze Zeit", sagt Bernd Hofmann, Konrektor der Oberschule. Und dabei spielt auch eine Rolle, dass alles noch viel schlimmer hätte kommen können: "Was haben wir für ein großes Glück gehabt?" Eine beim Unfall leicht verletzte Jugendliche sei zurück an der Schule, ansonsten wisse man nicht, welche der Jugendlichen den Unfall tatsächlich als Augenzeugen erlebt haben. Nach wie vor stünden die beiden Schulsozialarbeiter und auch die Beratungslehrer jederzeit für Gespräche zur Verfügung. Am Tag nach dem Unfall hätten Schüler auch das Gespräch mit ihnen gesucht, "aber jetzt ist es sehr ruhig geworden".

Hilfsangebote hatte auch die Landesschulbehörde (LSB) den Burgwedeler Schulen unterbreitet, hätte einige der landesweit 90 Schulpsychologen oder gar ein Krisen- und Notfallteam aktivieren können. Dies sei aber nicht nötig geworden, so LSB-Sprecher Christopher Winkler. Die Schulen würden die Betreuung mit eigenem Personal bewältigen.

Wie das passiert, damit ist die Elternratsvorsitzende der Oberschule, Claudia Hofmeister, zufrieden: "Das Krisenmanagement ist gut gelaufen." Auch sie meint, dass der Unfall für Schüler und Eltern nach wie vor "sehr präsent" sei. Man habe viel Glück gehabt, dass nicht noch Schlimmeres passiert sei. Wo Menschen arbeiteten, bleibe immer ein Restrisiko. Baulich sei auf dem Busbahnhof am Schulzentrum aus ihrer Sicht alles in Ordnung.

Ein gutes Zeugnis stellt auch Dorothea Niersch, Elternratsvorsitzende des Gymnasiums, ihrer Schule aus. Die Reaktion sei "angemessen und sehr umsichtig" erfolgt, die Information der Eltern hätten diese sehr positiv bewertet. "Dies hat dazu beigetragen, den Raum möglicher Spekulationen und Sorgen über das Ausmaß des bedauerlichen Ereignisses einzugrenzen."

Ob der Eindruck einzelner Schüler und Lehrer täuscht, dass die Busfahrer seit dem Unfall noch langsamer als sonst auf dem Busbahnhof unterwegs sind, das kann Regiobus-Sprecher Tolga Otkun nicht beantworten. Eine Dienstanweisung dazu gebe es nicht. Möglicherweise sei mancher Fahrer mit Blick auf das Geschehen noch behutsamer als sonst unterwegs. An Haltestellen wie am Schulzentrum sei aber ohnehin immer hohe Sensibilität gefragt, und das wüssten auch alle Fahrer.

Zum beim Unfall schwer verletzten Fahrer stehe man über dessen Bruder weiterhin in Kontakt, der Fahrer des gerammtes Gelenkbusses habe seinen Dienst bereits wieder aufgenommen, so Otkun. Genauso wichtig sei es für das Unternehmen aber zu erfahren, wie es den drei verletzten Jugendlichen gehe - dabei strebe Regiobus aber keineswegs Parallelermittlungen zur Polizei an.

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