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Comedy im Kino und Geißler im StadtHaus
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Burgdorf Comedy im Kino und Geißler im StadtHaus

Kultursinnige sollten sich zwei Termine freihalten im Frühsommer: Am 15. Mai macht der Grimme-Preisträger Moritz Netenjakob seine geistreichen Späße in der Neuen Schauburg. Am 30. Juni liest Heiner Geißler aus seinem Bestseller "Was müsste Luther heute sagen?" im Veranstaltungszentrum StadtHaus.

Ein-Mann-Satire-Ensemble und Lachtränen-Herauskitzler Moritz Netenjakob macht seine Späße im Kino Neue Schauburg.

Quelle: Britta Schüßling

Burgdorf. Für beide Veranstaltungen zeichnet einmal mehr Burgdorfs Event-Buchhandlung von Gitana und Ulrich Wegener verantwortlich. Diese hat Erfahrung mit prominenten Wortartisten und loste bereits Kaliber wie die Krimi-Autorin und Wahlvenezianerin Donna Leon, den Russendisko-Erfinder Wladimir Kaminer und den TV-Talker und Publizisten Roger Willemsen ins StadtHaus nach Burgdorf.

Jetzt mal ganz im Ernst: Lachtränen darf vergießen, wer am Montag, 15. Mai, 20 Uhr, in der Neuen Schauburg an der Feldstraße Moritz Netenjakob an den Lippen zu hängen gedenkt. Der Autor und Gagschreiber unter anderem für "Hurra Deutschland", später für "Die Wochenshow" und "Ladykracher", schrieb eine Reihe von Drehbüchern für die Serien "Anke" und "Stromberg". Für seine Mitarbeit an den Stromberg-Drehbüchern erhielt er 2006 den Adolf-Grimme-Preis.

Als Comedian und Kabarettist bestreitet der Mann, Solo-Künstler zu sein. Er nennt sich lieber Ein-Mann-Ensemble. In Burgdorf präsentiert er Höhepunkte aus den vergangenen 25 Jahren seines lustigen Schaffens: "Wenn ein Fußballreporter 'Hänsel und Gretel' erzählt und Reiner Calmund zum Kunstexperten wird, dann ist das Zwerchfellerschütterung auf höchstem Niveau", bewirbt Netenjakob auf der eigenen Homepage sein Programm. Einlass in den Kinosaal ist ab 19 Uhr. Eine Karte kostet 18 Euro.

Und dann wäre da noch Heiner Geißler, der ehedem so streitbare CDU-General und später altersmilde Stuttgart-21-Friedensstifter. Geißler, Jahrgang 1930, studierte als Mitglied des Jesuitenordens Philosophie und obendrein Rechtswissenschaften. Er gehörte 25 Jahre lang dem Bundestag an, war Landesminister in Rheinland-Pfalz, Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit in Bonn. Heute engagiert er sich für die Wahrung der Menschenrechte und eine humane Globalisierung.

Zuletzt nahm sich Geißler die Kirchen vor. In seinem bereits 2015 erschienenen Buch "Was müsste Luther heute sagen?" setzt sich der Katholik also mit dem großen Reformator und Begründer des Protestantismus auseinander. Er wendet dessen geistiges Vermächtnis sozusagen auf die christlichen Kirchen an und kommt zum Ergebnis, dass es ein Unglück sei, wenn die Verantwortlichen weiter eine Einheit der Kirchen verhinderten. "Jeder intelligente Katholik ist im Inneren auch immer ein Protestant", behauptet Geißler.

Wer ihn erleben will, legt für eine Karte 18 Euro an. Die Geißler-Show im Stadthaus beginnt am Freitag, 30. Juni, um 20 Uhr.

Heiner Geißler wird im StadtHaus über sein Buch "Was müsste Luther heute sagen?" und das Verhältnis der evangelischen und der katholischen Kirche zueinander plaudern.

Quelle: Revierfoto
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