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Sperrvermerk für Krawatte bleibt
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Barsinghausen Sperrvermerk für Krawatte bleibt

Die Mitglieder des Ordnungs- und Ehrenamtsausschusses haben den Sperrvermerk für die Förderung des Vereins Kulturfabrik Krawatte in Höhe von 100 000 Euro nicht aufgehoben. Die Entscheidung wird der Verwaltungsausschuss am 20. Juni fällen.

Kulturfabrik Krawatte

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. Friedrich Holtiegel und Annabell Reymann haben in der Sitzung des Ausschusses am Donnerstagabend die Pläne für das soziokulturelle Zentrum vorgestellt, das in der ehemaligen Krawattenfabrik Ahlborn an der Egestorfer Straße entstehen soll. Das Gremium würdigte das Projekt und den Einsatz der Vereinsmitglieder. Doch die vorgelegte Einschätzung für die Betriebskosten der Jahre 2018 bis 2021 überzeugte nicht.

„Hier fehlt eine Million Euro“, sagte Bettina Klein von Aktiv für Barsinghausen (AfB): „Wenn die erhofften Fördermittel nicht kommen, dann ist die ganze Betriebskostenrechnung hinfällig.“ Bernhard Klockow, Vorsitzender FDP-Ratsfraktion, forderte, dass das Rechnungsprüfungsamt die Plausibilität der Betriebskostenrechnung prüfen solle: „Wir müssen wissen, welches Risiko wir eingehen.“ Im Zuge der Haushaltskonsolidierung habe es viele Kürzungen bei Feuerwehren, Schulen und Vereinen gegeben. „Das hat zu einem Kahlschlag in vielen Bereichen geführt.“ Es sollte sichergestellt werden, dass die Stadt die 100 000 Euro wiederbekomme, falls der Verein in Schwierigkeiten gerate.

Rund 1,4 Millionen Euro wird das Bauprojekt kosten. Laut Holtiegel gibt es jeweils 100 000 Euro von der N-Bank und dem Kultusministerium sowie 50 000 Euro von der Stiftung Niedersachsen. Außerdem wolle der Verein einen Kredit über 200 000 Euro aufnehmen. Um Gebäude und Grundstück belasten zu können, das sei laut Pachtvertrag möglich, müsse der Verein jedoch vorweisen können, dass der Wert steigt. Die 100 000 Euro für die Stadt werden für die energetische Sanierung benötigt, die noch für dieses Jahr geplant ist. Dann werde es Schritt für Schritt weiter gehen. Hauptmieter der Immobilie sind die Kunstschule Noa Noa und der Kunstverein. Die anderen Räume sowie der Saal werden für Veranstaltungen vermietet. Es gebe sogar einen Interessenten für das Obergeschoss, dessen Nutzung bislang nicht geplant war. „Sobald wir etwas vorweisen können, wird es leichter, weitere Fördermittel zu bekommen“, betonte Holtiegel: „Wir sind an einer Stelle, wo es nur noch hü oder hott heißt.“

Außerdem hat der Verein einen Antrag zur Finanzierung einer halben Stelle für einen Kulturmanager (25 000 Euro) für die Krawatte gestellt. Bei einem Veranstaltungszentrum dieser Größe sei professionelle Unterstützung wichtig für den Erfolg. Noch nicht zufriedenstellend gelöst ist die Parkplatzsituation bei Veranstaltungen. Karl-Heinz Neddermeier (CDU) regte an zu prüfen, ob das Grundstück im hinteren Bereich über die Fläche des Restaurants angefahren werden könne.

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