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Klosterkammer lässt Brauns-Denkmal sanieren
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Barsinghausen Klosterkammer lässt Brauns-Denkmal sanieren

Zur Erinnerung an Ernst Brauns, einen Wegbereiter der Naherholung im Deister, hat die Klosterkammer Hannover das 125 Jahre alte Brauns-Denkmal am sogenannten Rodelbahn-Wanderweg sanieren lassen. Zudem gehört das rund zwei Meter hohe Zeitzeugnis aus Deister-Sandstein jetzt zum Kunstinventar der Klosterkammer.

Sie stellen das sanierte Brauns-Denkmal im Deister vor: Michael Basler (von links, Stadtwerke), Bürgermeister Marc Lahmann, Förstereileiter Dieter Hiller, Stadtwerke-Geschäftsführer Jochen Möller, Brauns-Ururenkelein Ursula Stumm, Restaurator Johannes Mädebach, Klosterforst-Betriebsleiter Constantin von Waldthausen sowie Corinna Lohse, Leiterin der Restaurierungswerkstätten.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. "Damit sind wir für den Erhalt und die Pflege zuständig", erläuterte Corinna Lohse, Leiterin der Restaurierungswerkstätten, bei der Präsentation des sanierten Denkmals auf dem Waldgebiet der Klosterforsten.

Ernst Brauns aus Hannover fuhr Ende des 19. Jahrhunderts regelmäßig mit seinen Söhnen Hans und Friedrich in der Straßenbahnlinie 10 nach Barsinghausen, um die Wanderwege im Deister zu erkunden und zu markieren. "Seine beiden Söhne trugen Farbtöpfe und Pinsel bei diesen Ausflügen, damit mein Ururgroßvater die Wege dokumentieren konnte", berichtete Ursula Stumm, eine Nachfahrin von Ernst Brauns.

Barsinghäuser Bürger stifteten 1892, ein Jahr nach dem Tod des Deisterfreundes und Gründers des Hannoverschen Touristikvereins, das Denkmal für Ernst Brauns: "In dankbarer Verehrung ihrem unvergesslichen Freunde", steht auf der Vorderseite des rund zwei Meter hohen Sandsteins.

Auf Initiative von Ursula Stumm ließ die Klosterkammer vor wenigen Wochen das Brauns-Denkmal gründlich sanieren. Restaurator Johannes Mädebach reinigte den Stein und retuschierte mit dunkler Farbe die wieder gut leserliche Inschrift. Zudem wurde Baum- und Strauchwerk rund um das Denkmal beseitigt – ohne dabei die stattlichen Linden, Buchen und Eichen im Umfeld anzutasten.

"So kommt das Brauns-Denkmal viel besser zur Geltung. Es ist wichtig, historische Dinge zu pflegen. Denkmäler sind ein beliebter Anlaufpunkt für Ausflügler", erklärte Constantin von Waldthausen, Betriebsleiter der Klosterforsten. Daher sei auch geplant, Bänke zum Rasten auf dem Platz vor dem Denkmal aufzustellen.

Unter der Regie von Dieter Hiller, Leiter der zuständigen Klosterrevierförsterei Wülfinghausen, wurde zudem die Zuwegung auf dem Rodelbahn-Wanderweg oberhalb der Deisterstraße erneuert – mit Unterstützung der Stadtwerke Barsinghausen, die einen Hochbehälter zur Trinkwasserversorgung in unmittelbarer Nähe am Deisterrand betreiben.

Barsinghausens Bürgermeister Marc Lahmann begrüßte die Sanierung des Brauns-Denkmals. "Brauns war ein echter Deisterfreund und hat sich schon vor mehr als 125 Jahren für die Naherholung stark gemacht", sagte Lahmann.

Nach Angaben von Restaurator Johannes Mädebach war auf der Rückseite des Denkmals früher ein Porträt von Ernst Brauns angebracht. Diese Platte mit dem Porträt sei jedoch schon vor langer Zeit verschwunden.

Außerdem müsse das Denkmal ursprünglich auch eine Spitze gehabt haben. „Das Loch für den Aufsatz ist noch vorhanden“, betonte Mädebach.

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Von Frank Hermann

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