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Ein ganzer Schuljahrgang spielt Wirtschaft
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IGS Vahrenheide/Sahlkamp Ein ganzer Schuljahrgang spielt Wirtschaft

Der 8. Jahrgang der Integrierten Gesamtschule (IGS) Vahrenheide/Sahlkamp hat eine Woche lang Wirtschaft gespielt. Ixcon heißt das Produkt, das die 100 Schüler und 16 Lehrer – aufgeteilt in verschiedene Abteilungen  – hergestellt haben. Insgesamt entstehen rund 100 Magnetboards mit insgesamt 1000 Holzmagneten.

Quelle: Dillenberg

Hannover. Einfach mal sehen, wie Erwachsene arbeiten: Der 8. Jahrgang der Integrierten Gesamtschule (IGS) Vahrenheide/Sahlkamp hat jetzt eine Woche lang Wirtschaft gespielt. Ixcon heißt das Produkt, das die 100 Schüler und 16 Lehrer – aufgeteilt in verschiedene Abteilungen  – hergestellt haben. Insgesamt entstehen rund 100 Magnetboards mit insgesamt 1000 Holzmagneten. Für 10 Euro kann man das Board kaufen.

Seit elf Jahren gibt es diese Projektwoche, die die Schüler auch auf den Einstieg in den Beruf vorbereiten soll. „Viele Jugendliche sagen später, dass dies eines der schönsten Erlebnisse ihrer Schulzeit war“, berichtet die kommissarische Schullleiterin Angelika Schoenheit. Und das Magnetboard sei im Lehrerzimmer schon jetzt der Renner: „Das kann man als Lehrer super gebrauchen.“ Ziel sei es, die Realität der Arbeitswelt abzubilden mit all den positiven und negativen Facetten. Für viele sei es ein Erfolgserlebnis zu sehen, was sie geleistet hätten. Die Schüler können drei Wunschbeschäftigungen angeben, eine wird es dann meistens auch. Gemeinsam haben die Achtklässler überlegt, was sie herstellen wollen, sich die Geschäftsidee ausgedacht: „Das schweißt zusammen“, sagt die Rektorin.

Justus Kalmbach (15) arbeitet im Werkschutz: „Wir kontrolieren, ob die Mitarbeiter ihre Firmenkarten tragen, ob alle pünktlich kommen und kein Essen oder Trinken mit in die Produktion bringen.“ Wer zu spät komme, erhalte eine Abmahnung, sagt Linus Müller (14), werde notfalls auch versetzt oder gar entlassen.

Die Schüler sind in unterschiedliche Lohngruppen eingestuft, der Verdienst liegt 2,50 bis 10 Ixcons, mit dem ausgezahlten Münzen kann man sich das Mittagessen kaufen. Neben Verwaltung und Presseabteilung gibt es auch die Bereiche Küche, Tischlerei, Metallbau und Lackiererei. Während bei der Essenszubereitung und im Service viele Mädchen arbeiten, trifft man in der technischen Produktion mehr JUngen. Mohammed Mustafa (15) sagt, die Handarbeit mache Spaß und es sei auch mal etwas ganz anderes als normaler Schulunterricht. Viktor Lesenko stimmt ihm zu: „Wir bohren, fräsen, schleifen, das ist vielseitig.“ In Wirklichkeit will er aber nicht Tischler, sondern lieber Kfz-Mechaniker werden.

Lehrer Kolja Trieglaff betont, es sei schön, die Schüler auch mal von einer anderen Seite kennenzulernen: „Man erlebt oft Überraschungen, und zwar positive.“ So ein bisschen Wirtschaftsspiel tut dem Schulalltag gut.

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