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"Es braucht mehr Geld und mehr Personal"
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Brennpunktschulen in Mühlenberg "Es braucht mehr Geld und mehr Personal"

 Kultusministerin Frauke Heiligenstadt und der Landtagsabgeordnete Stefan Politze (beide SPD) haben vor Schnellschüssen an Brennpunktschulen wie in Hannover-Mühlenberg gewarnt. Land und Kommune arbeiteten schon eng zusammen: „Ich bin sicher, dass wir uns in eine positive Richtung bewegen“, betont Heiligenstadt.

Von „Verrohung und Gewalt“ geprägt? Die Grundschule Mühlenberg.

Quelle: Schaarschmidt

Mühlenberg. Kritik daran kommt mittlerweile sogar aus den eigenen Reihen. Die SPD-Landtagsfraktion müsse einsehen, dass mehr Personal und mehr Geld an Brennpunktschulen, die besondere Anforderungen bei Sprachförderung und Inklusion hätten, noch in dieser Landtagsperiode bereitgestellt werden müssten, sagte Hans-Dieter Keil-Süllow, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Bildung in der SPD Region Hannover, gestern. Das Land habe Förderschullehrerstellen ausgeschrieben und viele davon nicht besetzen können, weil es nicht genügend Lehrer gebe, sagt Keil-Süllow. Dieses Geld könne man nutzen, um pädagogische Fachkräfte fest an Brennpunktschulen wie in Mühlenberg zu installieren. Bislang fänden solche „plausiblen Forderungen“ in der Landtagsfraktion kein Gehör, obwohl sie in anderen Gremien der SPD Mehrheiten fänden.

Auch CDU- und Grünenpolitiker aus Stadt und Land fordern schnelle Lösungen und eine bessere Personalausstattung an Brennpunktschulen. Mehr pädagogische Fachkräfte mahnten gestern der grüne Landtagsabgeordnete Thomas Schremmer und Silvia Klingenburg-Pülm von der Grünen-Ratsfraktion der Stadt Hannover an.
Wie berichtet ist an der Grundschule Mühlenberg Unterricht nach Lehrplan oft kaum möglich. Laut Eltern und Lehrern herrscht ein Klima der Gewalt, Lehrkräfte würden bedroht. Die CDU hatte das Thema auf die Tagesordnung des Landtags gesetzt. Kai Seefried (CDU) verlangte vom Land, dafür zu sorgen, dass Brennpunktschulen genügend Sprachlernklassen und Sozialarbeiter bekämen. SPD-Schulexperte Politze warf der CDU vor, auf eine Pressekampagne aufzuspringen. Man dürfe die Missstände im Mühlenberg nicht nur auf die Schulen reduzieren, es gehe um die soziale Struktur im Stadtteil.     

Von Jutta Rinas und Saskia Döhner

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